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Artenschutztag 2009

 

Bilder von Berggorillas, um deren Schutz

sich der Verein Endangered kümmert

OZO - Artenschutztag 2009 am 6. August 2009

Die OZO ist die Vereinigung der wissenschaftlich geführten Zoos Österreichs. Mitglieder sind:
• Alpenzoo
• Haus des Meeres
• Tiergarten Schönbrunn
• Tierwelt Herberstein
• Zoo Salzburg
• Zoo Schmiding
• Vivarium

Am 6. August findet in den OZO Zoos der diesjährige Artenschutztag statt.
Ein Artenschutzschwerpunkt im Zoo Schmiding ist der Gorillaschutz:

Gorillaschutz im Zoo und Gorillaschutz vor Ort:

Gorillas gehören zu den faszinierendsten, zugleich aber auch zu den gefährdetsten Tieren auf unserem Planeten. Bei den Flachlandgorillas gehen die Bestandszahlen in der Natur dramatisch zurück, bei den Berggorillas gibt es nur noch ca. 800 Tiere.
Schutzmaßnahmen für Gorillas sind wichtiger denn je, wenn es diese Tiere auch in 20 Jahren auf unserem Planeten noch geben soll. Schon seit einigen Jahren ist der Zoo Schmiding mit seinen Flachlandgorillas im Rahmen des europäischen Erhaltungszuchtprogramms für deren Schutz aktiv. Durch koordinierte Nachzuchtprogramme der Zoos soll das Überleben dieser faszinierenden Tierart gesichert werden. Bei den Flachlandgorillas sind aufgrund von Bürgerkriegen, Seuchen und katastrophalen sozialen Bedingungen Schutzmaßnahmen in ihrer natürlichen Heimat kaum möglich. Daher kommt den Zoos die wichtige Aufgabe zu - sozusagen als Arche Noah - für ein Überleben der Flachlandgorillas in Menschenobhut zu sorgen.
Im Gegensatz dazu sind für die Berggorillas wirkungsvolle Schutzmaßnahmen in ihrem natürlichen Vorkommensgebiet möglich. Die Gorillaschutzgebiete im Virunga- und Binwindi Nationalpark bieten den Gorillas tatsächlich Schutz. Das große Problem vor Ort ist, dass der Großteil der Bevölkerung derzeit nichts "von den Berggorillas hat". Die Berggorillas leben im Virunga National Park (Park Nationals des Volcans) und dieses Naturschutzgebiet mit etwa 13 000 Hektar wird durch eine Mauer vom Umland getrennt und den Bewohnern Ruandas ist der Zutritt verboten! Nur Rangers und die Parkbehörde dürfen diesen fruchtbarsten Teil des Landes betreten und natürlich Touristen. Damit haben 99,9% der Ruandesen nie einen Berggorilla gesehen und werden auch nie einen lebenden Berggorilla zu sehen bekommen, müssen aber ihr räumlich sehr beschränktes Land (Größe von Niederösterreich) mit den Berggorillas und 7 Millionen Mitbürgern teilen, wobei den Berggorillas exklusiv der fruchtbarste Teil zugesprochen wurde.
Der Zoo Schmiding, in Krenglbach bei Wels, beteiligt sich deshalb auch, neben dem Artenschutzprojekt für Flachlandgorillas, an Schutzmaßnahmen für Berggorillas indem er den Verein Endangered unterstützt. Dieser Verein wurde vom österreichischen Tierärztepaar Hochleithner vor einigen Jahren gegründet und hat sich zur Aufgabe gemacht, den Menschen an der Nationalparkgrenze zu helfen und ihnen auch zu erklären, warum der Schutz der Berggorillas wichtig ist.
Aktuelle Projekte:
1. 3 Wasserzisternen wurden errichtet,
2. der erste Wildhüter Ruandas erhält eine fundierte 12 wöchige Ausbildung,
3. medizinische Versorgungsmaterialien werden nach Ruanda gebracht,
4. die Volksgruppe, die aus dem Nationalpark ausgesiedelt wurde und jetzt jeglicher Lebensgrundlage entbehrt, wird unterstützt und
5. das Mountain Gorilla Education Center bietet nicht nur 52 Kindern ein zuhause sondern ist auch Ruandas erste Volkshochschule.

Neben den Informationen zum Thema Gorillaschutz gibt es im Zoo Schmiding auch Informationen über Artenschutzprogramme der OZO, Artenschutzkampagnen der EAZA und darüber wie ein Europäisches Artenschutzprogramm funktioniert.
Neben verschiedenen Informationsbereichen im gesamten Zoo gibt es am Donnerstag 6. August 2009 um 10:30 und um 13:30 eine Spezialführung zum Thema Artenschutz in und durch Zoos.

        

 

 
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